Raumberater Bruchsal

Begriff Definition
Lacke
Als Lacke werden verschiedene Arten von Stoffen zur Beschichtung von Oberflächen bezeichnet, die durch ihre Konsistenz einen haltbaren Film aufbauen können. Lacke können entweder protektiv oder dekorativ eingesetzt werden. In jedem Fall schützen die beschichtete Oberfläche vor Schmutz und Witterung, können aber auch eine besondere dekorative Wirkung durch ihre glänzende Farbe entfalten. Lacke werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel als Autolack, oder auch als Möbellack. Es gibt sie in verschiedenen Farben sowie deckend oder transparent.
Lasur
Als Lasur wird die Beschichtung von Material wie Holz, Karton, Papier oder Leinwand mit einem transparenten Anstrichmittel bezeichnet. Besonders Holz wird sehr oft lasiert. Die Lasur dient dem Schutz des Materials, lässt aber auch seine Maserung erkennen und verleiht der –Oberfläche ienen natürlichen Glanz oder einen matten Schimmer. Möbel aus reinem Holz sollten ein Mal pro Jahr mit einer speziellen Holzlasur eingelassen werden. Damit werden entstandene Risse in der Oberflächenversiegelung wieder verschlossen. Es wird unterschieden zwischen Dünn- und Dickschichtlasuren.
Latex
Als Latex wird Stoff bezeichnet, der aus der Kautschuk-Produktion hervorgeht. Diese kann auf natürliche Weise erfolgen (Naturkautschuk) oder auf künstliche Weise aus Polymeren hergestellt wird. Bei der natürlichen Gewinnung wird der Kautschukbaum angeritzt, und der abfließende Milchsaft wird unter Hitze und Druck sowie den Zusatz von Schwefel in den elastischen Rohstoff umgewandelt. Bei der künstlichen Produktion werden die erforderlichen Polyisopren-Ketten aus chemischen Verbindungen gewonnen. Der künstlich hergestellte Latex ist extrem reißfest und unterschiedlich dehnbar. Er wird vor allem in der Textil- und auch Bauindustrie eingesetzt.
Leder
Leder ist ein natürliches, in der Möbelherstellung sehr gefragtes Material. Leder ist langlebig, robust und kann Feuchtigkeit gut aufnehmen, weshalb es ideal für den Einsatz in Innenräumen geeignet ist. Vor allem aber sieht das Material richtig schick aus. Damit das auch nach einigen Jahren noch so ist, benötigen Polstermöbel aus Leder die richtige Pflege. Langlebig Ein großes Plus von Leder ist dessen enorme Langlebigkeit. Diese wird auch von der Qualität des Materials und von der richtigen Pflege beeinflusst. Wenn die Umstände stimmen, kannst du dich an einem Ledersofa oder einem Sessel mit Lederbezug jahrzehntelang erfreuen. Und wenn du dir nach einigen Jahren doch mal etwas Neues anschaffen möchtest, freut sich jemand anderes über das gute Stück. Im Alter sieht Leder nämlich oft noch schöner und natürlicher aus, als in neuem Zustand. Robust Leder ist ein reißfestes und unempfindliches Material. Gerade Bezüge von Sitzgelegenheiten müssen täglich einer hohen Beanspruchung standhalten, wobei harte Jeansknöpfe, Nähte und Reibung Leder aber nichts anhaben können. Das Material nutzt sich nur sehr langsam ab. Katzenkrallen können Lederpolster trotzdem beschädigen. Atmungsaktiv Leder kann bis zu 30% seines eigenen Gewichts an Wasser aufnehmen. Das liegt daran, dass Echtleder sehr atmungsaktiv ist. Es nimmt Feuchtigkeit auf, und gibt sie dann wieder in die Umgebung ab. Das ist vor allem in den heißen Sommermonaten vorteilhaft. Je kürzer die Kleidung, desto mehr Haut kommt mit dem Polster in Berührung, wodurch auch Schweiß auf das Material gelangt. Dies kann nach einer Weile auf wasserabweisendem Material sehr unangenehm werden, bei Leder jedoch nicht. Damit das Material seine positiven Eigenschaften und seine strahlende Optik auch nach vielen Jahren noch beibehält, solltest du ein paar Tipps zur Reinigung und zur Pflege von Ledermöbeln beachten. Reinigung und Pflege Einmal pro Woche sollten Polstermöbel aus Leder mit einem angefeuchteten Tuch abgewischt werden. So kannst du verhindern, dass sich Staub in den Poren festsetzt. Dies lässt sich auch mit dem Staubsauger erledigen. Zwei- bis dreimal jährlich sollte das Material mit warmem Wasser und einem Lappen feucht abgewischt werden. Das schützt es vor dem Austrocknen. Für Menschen mit einer Stauballergie sind Ledermöbel übrigens super geeignet, weil sich der Staub darauf ganz einfach wegwischen lässt. Damit Couch und Sessel immer schön glänzen und sich angenehm anfühlen, können verschiedene Pflegemittel eingesetzt werden. Einmal im Jahr bietet es sich an, ein spezielles Mittel zur Lederreinigung zu verwenden, damit tiefsitzender Schmutz beseitigt wird. Im Anschluss sorgen Ledermilch, Lederschaum oder Lederfett dafür, dass das Material geschmeidig und schön bleibt. Allerdings dauert es eine ganze Weile, bis manche Mittel eingezogen sind, währenddessen sich niemand auf das Polster setzen sollte. Bei stärkerer Verschmutzung kannst du das Leder mit einer Lauge aus warmem Wasser und Feinwaschmittel abreiben. Danach solltest du aber mit klarem Wasser nachwischen. Achtung: Wenn Leder nass ist, ist es empfindlicher als in trockenem Zustand. Dann sollte nicht geschrubbt oder zu fest gerieben werden. Außerdem solltest du bei der Reinigung und Pflege immer gleich die ganze Fläche behandeln, damit keine Ränder entstehen. Generell ist zu empfehlen, die Ausbreitung des Flecks schon während der Entstehung einzudämmen. Wenn Saft, Wein oder Cola auf dem Sofa landen, solltest du am besten sofort ein paar Tücher Küchenrolle darauf legen. Die Tücher sind saugfähiger als Leder und nehmen deshalb Flüssigkeit schneller auf. Tupfen ist dabei besser als Reiben geeignet, denn durch die Reibung dringt der Fleck unter Umständen noch stärker in das Leder ein. Fettflecken solltest du übrigens überhaupt gar nicht entfernen, denn das Leder verarbeitet Fett mit der Zeit von selbst und der Fleck verschwindet.
Leinen
Leinen ist ein sehr robustes Material aus Naturfasern, das für Tischwäsche, Bettwäsche, Geschirrtücher, Vorhänge und Kleidung verwendet wird. Der luftige Stoff lässt sich sehr heiß waschen und nimmt Schmutz oder Gerüche kaum auf. Dadurch hat Leinen besonders gute Hygiene-Eigenschaften. Eigenschaften von Leinen saugfähig und luftdurchlässig Leinen ist sehr atmungsaktiv und luftdurchlässig. Hat sich der Stoff mit Flüssigkeiten vollgesaugt, gibt er die Flüssigkeit im Inneren allmählich wieder in die Umgebung ab. Das macht Leinen zum idealen Material für Geschirrtücher oder Betttücher. Vor allem im Sommer verliert man während des Schlafens relativ viel Schweiß, der von Leinen aber problemlos absorbiert wird. Der luftdurchlässige Stoff fühlt sich außerdem angenehm kühl auf der Haut an. Flusenfrei und hygienisch Anders als beispielsweise Baumwolle, verliert Leinen keine Flusen. Das feine Gewebe wird so hergestellt, dass es möglichst wenig Luft einschließt. Dadurch setzen sich Gerüche nicht so leicht in den Fasern fest. Das Material beginnt also nicht so schnell, schlecht zu riechen. Auch Schmutz wird von der glatten Oberfläche größtenteils abgewiesen. Unempfindlich gegen Hitze Geschirrtücher oder Bettwäsche aus Leinen sollte idealerweise heiß gewaschen werden, damit sie richtig sauber werden. Leinen kann bis zu einer Temperatur von 95 Grad problemlos gewaschen werden. Auch gefärbtes Leinen kann noch bei 65 Grad gewaschen werden, und Bügeln ist problemlos möglich, wobei der Stoff aber gut angefeuchtet sein sollte. Generell ist es wichtig, die Pflegehinweise des Herstellers auf dem Etikett zu beachten. Der einzige Nachteil von Leinen ist dessen schlechte Dehnbarkeit, wodurch es leicht knittert. Leinen wird deshalb oft mit anderen Materialien wie Polyester oder Baumwolle vermischt. Dadurch wird der Stoff elastischer. Gewinnung und Geschichte Leinen wird aus den Fasern der Flachspflanze gewonnen. Diese Pflanze ist auch bei uns heimisch. Flachs ist die älteste aller Faserpflanzen für die Textilherstellung. Schon im alten Ägypten wurde Leinen sehr geschätzt. Weißes Leinen galt sogar als Symbol göttlicher Reinheit.